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Kinderfasnacht
vor der Kinderfasnacht - Chuechlifraue ......
Donnerstag 11.2.2010 - bei Winterwetter
PS: Chüchlifraue wurden neu ausgestattet von der Klasse 4a - Lehrer: Lukas von Däniken
Zünftiger Winterschreck
Wie vertreibt man den Winter? In Reinach wird dies am schmutzigen Donnerstag von den Schulkindern versucht, indem sie mit Musik, Lärm und und prächtigen Masken Väterchen Frost erschrecken. Dieses Jahr war dies recht anstrengend, wehrte sich doch der Winter mit Schneeflocken und eisigem Wind gegen seine Vertreibung. Zu diesem fasnächtlichen Treiben gehören die berühmten ‚Chüechlifrauen’, unterstützt von ein paar Brüdern der Zunft zu Rebmessern. Verziert mit prächtigen Schürzen und federgeschmückten Hüten, warteten sie mit ihren frischgebackenen ‚Fasnachtschüechli’ und heissem Tee auf die von der Kälte gezeichneten Kinder. Bis es soweit war, wurde in der Weiermatthalle stundenlang fleissig gebacken. Bis am Donnerstag die Marktstände aufgestellt und dekoriert waren, gab es durchfrorene Finger und lädierte Rücken. Die hungrigen Kinder lassen dies aber mit fröhlich strahlenden Augen bald wieder vergessen. Vielleicht stellt unsere Gemeinde künftig die Stände auf (meint der Chronist)? Beim abschliessenden Hock ‚tauten’ die durchfrorenen Helferinnen und Helfer wieder auf. Mit warmen Händen konnten alle Schulleiter Johannes Schiesser für die Dankesverse applaudieren.
Rolf Küfer, Chronist
Sie sinn eifach fein ......
Mir ziehn am glyyche Strigg
Johannes Schiesser, Co-Rektor - Schulleitung Kindergarten und Primarschule Reinach
Ändlig isch es wieder e sowyt
mir freue uns über d' Fasnachtszyt!
Do hörsch's Schränze, dört hörsch's pfyffe,
überall het's Kin der wo in d' Räppli gryffe.
Sesch dä Waggis mit dr Mimose,
und d'Schuelkinder laufe kostümiert dur d'Strosse.
Mit em Kinderumzug fangt's Fasnachtstrybe a
und do dörf jedes natürligg sy Plätzli ha!
Doch stopp, was isch denn das für e feine Duft,
wo do lyggt in dr winterliche Luft?
D'Chieclifraue hänn wieder bache
und d'Kinder schmatze mit emene Lache.
Sie sinn eifach fein, die Fasnachtskiechli
und e mänge wicklet no e paar ins Diechli.
Denn kam e se dehei no fertig gniesse,
das losst sich so schnäll niemer lo verdriesse.
Nach em Motto "Mir ziehn am glyyche Strigg",
mache d'Fasnachtskiechli nämligg überhaupt nit digg!
Im Gegedail, am Schmutzige Donnschtig ghört das eifach derzue
und mir hoffe, d'Chiechlifraue setze sich no lang nit zur Rueh!
Was würde mir au ohni sie mache,
s'wär schad für e mängs glückliggs Kinderfache.
Dorum dangge mir euch mit däm Värsli geschwind
im Name vo dr Schuelleitig und allne Kind!
Reinach, 10. Februar 2010 - Esther Schüpfer
Freitag 12.2.210 Wagentaufe - Champagnerflasche fliegt an den Wagen
Der Täter heisst Ralph Spillmann und der Tatort befand sich hinter der Schreinerei Wenger. Ralph, Chef der Unterstand gewährenden Schreinerei, durfte am Freitagabend den Fasnachtswagen der Zünftigen taufen. Trotz schwungvoller Taufbewegung überlebte die Flasche den Aufprall; auch der Fasnachtswagen überstand den Taufakt unbeschadet.
Vor dieser feierlichen Handlung begrüsste Obmann Rolf Wittlin im Namen seiner Fasnachtskollegen zahlreiche Gäste und bedankte sich für deren Unterstützung. Chüechlifrauen, darunter Therese Herzog, Irma Meyer, Elsbeth Schneider und Cornelia Brunner, spenden regelmässig einen ‚Batzen’ oder besorgen für die Wagenbauern die Verpflegung. Die Lieferung der Mimosen verdankte er George Ehrmann. Danke sagte er auch Mischa Holenstein, der als junger Künstler den Wagen bemalt hatte. Piccolo- und Trommelklängen fehlten an der diesjährigen Taufe. Man gedachte so der verstorbenen Mitglieder Hans Herzog, Hanspeter Bieglin und Hansjörg Grellinger.
Der Wagen zum Sujet ‚Reinacher Markt’ war ein reich verzierter fahrbarer Marktstand, für den man noch einen Standplatz sucht. Ringsum boten Ablagen das gleiche kunterbunte Angebot an wie der als langweilig verspottete Monatsmarkt. Eine reich bestückte secondhand Kleiderauswahl, auch BH zu Fr. 3.- pro Stück, hing unter der Firststange. Das Zugfahrzeug bot Platz für spitze Bemerkungen: ‚Vo dr Gmeind wird nur no delegiert, drmit d’Verwaltig no rentiert. Für das schaffe griege die no Loon. jede Rynacher chunt sich vor wie e Clown.’ oder ‚Isch’s dr Wärt, das Gschyss um e Märt?’ Vom Obmann war zu erfahren, dass die Zünftigen jeden Samstag vom 2.1. bis zum 5.2. am Wagen gebaut hatten. Trotz harter Arbeit herrsche jeweils eine gemütliche Stimmung und Vorfreude auf den Fasnachtsumzug.Rolf Küfer
Chronist
Samstag 13.2.2010