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A - Z an der Wagentaufe  ..... 

 

 

DIE ZÜNFTIGE

 

RYNACHER  FASNACHT  2004

 

Vom Kaff mit Pfiff zur Schloofstadt

 

 

Kaff mit Pfiff, tönt's no im Ohr

doch das isch jetze nümme wohr

Gosch z'Nacht uff d'Strooss, do duet's dr gruuse

nei wirgglig, do chasch nur no pfuuse

 

s’Fazit:   Es fehlt em halt dr letschti Schliff

              däm lahme Kaff, ganz ohni Pfiff

 

Die halbi Wält isch jetz bald doo

au villi Promis sin no choo

Dr Murat hett sich zue uns g'sellt

und e Schloofpalascht an Räbbärg g'stellt

 

s’Fazit:   Nur bim Pfuuse, da'sch z'erwarte

              git's emel nit e rooti Charte

 

Im Pfarrhuus, an dr Chirchgass drey

isch heilig dr Schloof, me isch so frey

Froggt niemer, stellt ab dr Gloggeschlaag

vom Zähni bis am Sächsi am näggschte Daag

 

s’Fazit:   Z'Rynach schloot's kei Mitternacht

              will dr ganz Daag Nacht isch, hett me's gmacht

             

Abg'fahrni Pneu, d'Polizey hett kei Gfalle

d'Eva fasst z'Basel en Autichralle

Z'Rynach chönnt das nit passiere

d'Ortsschugger schloofe, statt z'patrouilliere

 

s’Fazit:   Über das, wo die Frau duet z'Rynach dryybe

              chönnt'sch au no grad e Krymy schryybe

 

Im Glaashuus in hett's villi Lüt

die plaane gärn, entscheide nüt

S'Kaff Rynach wänn sy neu erfinde

em Coop stinggt's, er baut z'Aesch dehinde

 

s’Fazit:   Hett e Gmeind zvill Personal

              goht d'Leischtig zrugg, es isch fatal

 

D'Stoore chlemme am Gmeinihuus

ein schreeg, ein verrisse, s'seht schregglich uus

Me sött se eifach dunde loo

dir verstönd jo alli, worum und wieso

 

s’Fazit:   Dr Bewyys liggt im Gmeinihuus unde im Egge

              schloofendi Hünd, die duet me nit wegge

 

S'Rynacher Budget isch ganz root

me gseht, mit de Lingge, wo's aane goht

Me frogt sich, wo duet das no ände

z'letscht mien mir dr Eva ihr Huus verpfände

 

s’Fazit:   Wär kümmere do die roote Zahle

              me luegt nur uff die näggschte Wahle

 

Syt Joore schlooft's, am Brunngassrangg

s'Taunerhüttli, s'isch dootchrangg

Wär do no Gäld wott stegge dryy

muess jo nit ganz bache syy

 

s’Fazit:   Wer do no will vill Gäld dryystegge

              hett e Wand duss, nit nur ab en Egge

 

Ychaufe hütt, isch e Freyzytsport

d'Rynacher gsehsch an allne Ort

Im M-Park, im Windreedli, deggt me sich yy

dr'für schlooft euse Dorfkärn yy

 

s’Fazit:   E neue Dorfkärn zum flaniere

              wird ohni Parggplätz no meh verliere

 

Dr Ywohnerroot hett "Nei" beschlosse

aber Gäld wird trotzdem noochegschosse

Dere Rynacherzyttyg vo dr BaZ

wo jede Frangge isch für d'Chatz

 

s’Fazit:   Yschloofe hett me se sölle loo

              s'wär uns alli günschtiger choo

 

 

 

Dr Drugg isch vo Etter Media, Rynach

 

 

 

Samstag 21.02.2004

 

 

 

 

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Ein Zünftiger Schlafwagen

„Vom Kaff mit Pfiff zur Schloofstadt“steht auf dem Zettel der „Zünftigen“, welche an der diesjährigen Fasnacht in einem prächtigen Himmelbett durchs Dorf fuhren. Ein tüllverhangener Baldachin, Bettwäsche so weit das Auge reicht und eine schwungvolle Bettumrandung verschönerten die farbenprächtige Waggisschar auf dem Wagen. Dicht gedrängte Zuschauerreihen hofften auf einen Mimosenstrauss , eine Orange oder eine Ladung lilafarbiger Konfetti. Am späteren Nachmittag konnten auf dem Wagen beim Heimatmuseum die witzigen Verse gelesen werden. Wer dies verpasst hat, ist selber schuld, denn es gab einiges zu schmunzeln.

Bereits am Freitagabend konnte eine ausgewählte Gästeschar an der Wagentaufe das Werk der Zünftigen bestaunen. Unter den Gästen sah man auch Elsbeth und Guido Schneider.  Mit „Arabi, vorwärts marsch“ eröffneten „d’Grienschnäbel“ und „Die Meischterlose“ die Taufzeremonie. Therese Herzog, die Taufgotte,  schmetterte eine gut gepolsterte Schlafmütze an die Wagenwand und taufte das Fahrzeug auf den Namen „Schloofwage“. Obmann Rolf Wittlin dankte in seiner launigen Taufrede in knapp alphabetischer Reihenfolge vielen Beteiligten für den Einsatz rund um die Entstehung des Wagens. Hardy Schüpbach hat den Wagen prachtvoll gemalt. Hansjörg Grellinger und Peter Kilchherr waren die Chefs der Wagenbauer, André Glaser besorgte den umfangreichen Einkauf der Orangen, Konfetti und Mimosen, viele Zünftler halfen im Hintergrund. Nach dem „Gluggsi“ der Tambouren und Pfeiffer kam der grosse Auftritt der Zetteldichter Theo Meier und Hanspeter Roth. 

Viele treffsichere Pointen standen auch auf der Wagenwand. Zu den Gemeindefinanzen war zu lesen

„Wär kümmere do die rote Zahle,
            me luegt nur uff die näggschte Wahle !“,

oder

„Wieso die Stütz für d’Rynacher Zyttig ?,
s’Wucheblatt chunnt vor em Frytygg !“.

Etwas länger aber auch gepfeffert:

„Im Glaspalascht, es isch kei Witz,
herrscht Dag für Dag e Wahnsinns-Hitz!
Drum schlooft mit em Hund, s’isch phänomenal !
au s’ganz Gmeindi-Personal “

Rolf Küfer -  Chronist der Zunft zu Rebmessern

 

 

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