Zunft zum Stab
4410 Liestal
 

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NEWS

 

- Zunftessen 2011 (04.11.2011)

- 9. Jubilarentreffen (17.09.2011)

- Tierpark Weihermätteli (09.09.2011)

- Besichtigung EuroAirport 2011 (13.05.2011)

- Jahresversammlung 2011 (11.05.2011)

- Begrüssung der Liestaler Neuzuzüger (16.10.2010)

- Waldführung 2010 (18.09.2010)


- Zunftreise nach Luzern (12.06.2010)



22. Zunftessen der „Zunft zum Stab“ Liestal, Freitag 4. November 2011

 

4. November 2001, kurz nach 18 Uhr trafen sich traditionsgemäss der Zunftrat mit den Ehrengästen und den neu aufzunehmenden Zunftherren im Rathaus Liestal. Dieses Jahr konnte der Zunftmeister René Steinle wiederum illustre Gäste begrüssen. Von der E. Zunft zu Wein- und Herbergsleuten aus Aesch, den Meister Adrian Meury in Begleitung des Siebners Walter Hofer. Von der E.E. Zunft zum Goldenen Stern Basel, den Meister Dr. Raoul I. Furlano in Begleitung seines Zeremonienmeisters Dr. Matthias Klein. Die lokalen Behörden waren durch den Bürgerratspräsidenten der Bürgergemeinde Liestal, Peter Siegrist vertreten. Von der Wirtschaft konnte der Direktor des Euro-Airport Basel Mulhouse, Herrn Jürg Rämi, willkommen geheissen werden, Last but not Least, begrüsste er auch die heute zünftig werdenden Männer. Nach kurzen Begrüssungsworten, gefolgt von einem Apéro, dislozierte man gemeinsam ins Zunftlokal, die Zunftstube im Restaurant zur Stadtmühle. Dort warteten bereits die restlichen, festlich gekleideten Zunftherren. Nach einem weiteren kurzen Umtrunk, übernahm der Zeremonienmeister Franz Schmidlin das Zepter und leitete die zünftige Runde sodann gekonnt durch den, festen Ritualen befolgenden, Abend. Nachdem alle an der festlich gedeckten Tafel Platz genommen hatten, wurden die Anwesenden zur Einstimmung mit einer wundervollen Darbietung der „Blues-Band“ Pepperoncino überrascht. Die Musiker trafen haargenau den Gusto der Zuhörer und als Supplement wurde eine Welturaufführung vorgetragen: Der Fischmarkt-Blues. Die heiter-melancholischen Töne liessen den Saal für kurze Zeit zu einem Ort der inneren Ruhe werden. Einfach grossartig! Nach diesem ersten Hightlight, folgten Schlag auf Schlag weitere Höhenpunkte. Erwähnt sei die Meisterrede des Zunftmeisters René Steinle. Er erklärte den Zünftigen den Unterschied zwischen grossen und kleinen Tieren im Spiegel der Gesellschaft, insbesondere befasste er sich mit den Mücken und ihren durchaus viel versprechenden Strategien. Die pointierte Rede fand grossen Beifall. Traditionsgemäss überbrachten die anwesenden Ehrengäste im Verlaufe des Abends ihre Grussbotschaften. Die Ausführungen waren der Fakultät der Redner entsprechend unterschiedlich, jedoch alle sehr persönlich und auf hohem Niveau. Zusammenfassend kann folgender Inhalt herausdestilliert werden: Bleiben wir bei unseren Wurzeln, verharren wir aber nicht starr in der Vergangenheit, sondern schauen wir pro-aktiv in die Zukunft, nur so kann man die Zukunft mitgestalten. Suchen wir das Gemeinsame und nicht das Trennende, das gibt Kraft und neue Möglichkeiten für die Zukunft. Speziell strich Herr Rämi die grosse Bedeutung des Euro-Airport für die ganze Region Nordwestschweiz und das angrenzende Ausland hervor. Die eindrücklichen Zahlen die er nannten, liessen erahnen was passieren könnte wenn diese Lebensader versiegen sollte. Der absolute Höhepunkt war natürlich die Aufnahme neuer Zunftherren. Unter einem Trommelwirbel und der Begleitung des Zunftspiels wurden folgende Herren aus Liestal in einer würdigen Zeremonie neu zünftig: Daniel Grola, Andreas Meyer und Daniel Spinnler. Nachdem jeder Einzelne vom Statthalter Hans Vogt den Anwesenden vorgestellt wurde, bekamen sie vom Zunftmeister René Steinle den Zunftbrief ausgehändigt und wurden danach per Handschlag offiziell mit allen Rechten und Pflichten in die Zunft unter grossem Beifall aufgenommen. Für das leibliche Wohl sorgte das Stadtmühle Team, unter der Leitung von Albert und Ruth Schweizer. Die vielen fleissigen Bienen (nicht Mücken) waren dafür besorgt, dass das feine Festmahl ohne Pannen serviert wurde und niemand Durst leiden musste. Als Dank für das tolle Teamwork, überreichte der Stubenmeister der Hausherrin Ruth Schweizer, stellvertretend für das ganze Team, einen den Temperaturen angepassten Frühlingsstrauss. Der neue Tag war bereits da, als die letzten Zunftherren den Weg nach Hause unter die Füsse nahmen. Im Gepäck viele gute Erinnerungen an einen wiederum tollen Zunftanlass.

 

Liestal, 04.11.2011         Bericht:  Flavio Ossola         Fotoalbum:  Flavio Ossola 

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Bericht vom 9. Jubilarentreffen am 17.09.2011 in Liestal

Rund 100 Jubilare trafen sich traditionsgemäss am vergangenen Samstag, 17.09.2011, im Martinshof Liestal. 

Was und wer sind nun Jubilare? Personen, die ihren 80. Geburtstag feiern oder       90 Jahre alt werden, anschliessend erfolgt eine Einladung zu jedem weiteren Geburtstag. Dazu kommen Ehepaare, die goldene Hochzeit oder ein noch höheres Jubiläum feiern dürfen.

Organisiert wird der Anlass durch die Stadt Liestal, ‚‚Senioren für Senioren’’, engagiert ist ebenfalls der Frauenverein, die IGOL, die Trachtengruppe Liestal, schliesslich auch die ‚‚Zunft zum Stab’’, deren Zunftmeister jeweils durch das nachmittägliche Programm führt.

Zunftmeister René Steinle durfte die grosse Schar der Jubilare begrüssen, darunter als älteste Vertreter Frau Klara Bellof mit 99 Jahren, dazu zwei 98 Jährige, nämlich Frau Frieda Eggimann und Herr Meinrad Meier. Von rund 200 eingeladenen Personen konnten etwa die Hälfte der Einladung folgen. Nach einer herzlichen Gratulation an die Anwesenden durch René Steinle übernahm das Trio ‚‚Harmonetta’’ den musikalischen Auftakt. Die Formation begleitete auch während des ganzen Nachmittags mit ihrer rassigen Musik die vergnügte Gesellschaft. Stellvertretend für Stadtpräsidentin Regula Gysin, begrüsste Stadträtin Marion Schafroth im Namen der Behörde Liestal die Anwesenden. Sie dankte den Jubilaren für das Geleistete in den vergangenen Jahren, sei es für die eigenen Familien, für soziale Belange oder in irgendeiner Form für die Stadt Liestal. Nur Dank dem Beitrag der Anwesenden sei es möglich, heute auch einen solchen Anlass zu feiern. Sie rief auf zum Schaffen neuer Kontakte untereinander und bedankte sich letztlich auch beim OK und den Organisatoren, da die Stadtverwaltung alleine nicht in der Lage wäre, diesen Anlass zu organisieren. Mit einem Gedicht von Hermann Hesse schloss Frau Schafroth ihre Ansprache, der Titel ‚‚Verfrühter Herbst’’ passte ausgezeichnet zum Anlass.

Die Stimmung wurde besser und besser. Mit einem herzhaften Zvieri wurden die Eingeladenen verwöhnt, ein leckeres Kuchenbuffet vom Frauenverein Liestal rundete den Anlass ab.

Nach dem Schlusswort von René Steinle und einem Musikvortrag des Trio ‚‚Harmonetta’’ verliessen die fröhlichen Senioren den wundervoll dekorierten Saal.

An dieser Stelle sei auch ein herzliches Dankeschön ausgesprochen an die folgenden Institutionen und Geschäfte: Basellandschaftliche Kantonalbank, Pro Senectute beider Basel, Rotes Kreuz Baselland, Spitex Regio Liestal, Reformierte Kirchgemeinde Liestal – Seltisberg, Bäckerei Finkbeiner, Fotolabor Spiess AG und Schweizer Getränkehandel.

Liestal, 17.09.2011             Bericht:  Hans Vogt                                       Fotoalbum:  Fotolabor Spiess AG

 

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Zunftausflug Tierpark Weihermätteli 09.09.2011

Der Einladung folgend, versammelten sich bei stahlblauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen eine illustre Schar Zunftherren, die meisten in Begleitung ihrer Ehefrauen, bei der Lama-Hütte im Tierpark Weihermätteli.
Dr. Hans Vogt, seines Zeichens Statthalter der Zunft zum Stab und Organisator dieses Anlasses, begrüsste alle Anwesende. In einer kurzen Ansprache schilderte er die Verbindung unserer Zunft zum Tierpark bei dessen Gönnerverein die Zunft zum Stab statuarisch im Vorstand vertreten ist. Nach diesem stellte er uns den Leiter des Tierparkes, Herr Christian Klaus vor. Die Vorstellungsrunde beendete unser ehrenwerter Meister René Steinle.
Was nun folgte war ein sehr  informativer, wie auch interessanter Rundgang durch das weitläufige Parkareal, mit all seinen tierischen Schätzen. Herr Klaus verstand es ausgezeichnet Zahlen, Fakten und Anekdoten publikumsgerecht und lebendig zu vermitteln. Mach Einer/Eine staute über all das Gehörte und erfreute sich ob dem Anblick der verschiedenen Spezie rare. Einer Arche Noah gleich, hegt und pflegt man in dieser Naherholungsoase vom aussterben bedrohte helvetische Tierrassen mit viel Liebe, Engagement und ebensolchem Erfolg! Als einer der tierischen Highlights, brachte eine Eselin just 3 Tage vor unserem Besuch einen munteren Esel zur Welt. Der Anblick dieser geballten Ladung Lebensfreude brachte die Meisten ins schwärmen und manch einer wünschte sich einen kleinen Teil dieser Energie sein eigen. So zogen wir alsdann von Gehege zu Gehege, immer besten durch Herrn Klaus ins Bild gesetzt.
Im Nu war der Rundgang zu Ende und auf uns wartete einen, durch Jana Seiler bestens vorbereiteter, und durch Dr. Hans Vogt gesponserter Apéro. Der ausgiebige Fussmarsch und das heisse Wetter halfen mit, dass Bier, Wein, Mineralwasser, Chäschüechli und die Schinkengipfeli im nu von der Bildfläche verschwanden. Nicht mehr ganz nüchtern, hier ist der Mageninhalt gemeint, lauschten wir dann dem Schlusswort von Herrn Klaus, welches er mit einer Werbung für den Gönnerverein Tierpark Weihermätteli abschloss. Das allerletzte Wort gebührte dann dem Organisator Hans Vogt. Er bedankte sich bei Jana für das Organisieren des Apéros und bei Herr Klaus für die ausgezeichnete Führung. Letzterem wurde als kleines Präsent zwei Flaschen Zunftwein überreicht. Mit den Besten Wünsche für ihn und dem Tierpark verabschiedete sich die Zunft von dieser Oase der Ruhe um zu Fuss oder motorisiert ins Restaurant zum Seiler zu verschieben.
Dort erwartete uns unser ehemaliger Säckelmeister Peter Seiler mit seiner Küchen-, und Servicebrigade bereits ungeduldig.  Ohne Probleme fanden die Wochen im Voraus ausgewählten Menüs die hungrigen Seelen und bei Speis und Trank konnte man das eben Erlebte Revue passieren lassen. Dank dem vortrefflichen Essen und den dazu kredenzten ausgezeichneten Weinen lockerte sich die Stimmung zusehends und es wurde bis spät Abends munter „über Gott und die Welt“ philosophiert. Tröpfchenweise löste sich die Runde mit fortschreitender Nacht langsam auf, was zurückbleibt, ist die Erinnerung an einen gelungenen Anlass in zünftigem Ambiente.
Zu guter Letzt möchte ich sicher im Namen aller dabei Gewesenen, Dr. Hans Vogt  für die tadellose Organisation und dem gesponserten Apéro, Herrn Christian Klaus für die lebendige Führung und Last but not Least, Jana und Peter Seiler mit ihrem Team für die freundliche Bewirtung herzlich Dankeschön sagen.

 




Liestal, 09.9.2011                      Bericht: Flavio Ossola            Fotos: Fotolabor Spiess AG

 

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Bericht Besuch EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg vom Freitag, 13.05.2011

Am späten Nachmittag trafen sich gegen 60 Zunftherren in Begleitung ihrer Ehepartnerinnen am Bahnhof Liestal für den - von Philipp Studer organisierten - Besuch auf dem EuroAirport. Mit Zug und Flughafenbus ging es Richtung Elsass und kurz nach 18.00 h begrüsste uns Vivienne Gaskell, die Beauftragte für Medien und Öffentlichkeitsarbeit, im Untergeschoss des EuroAirport. Kurz danach stiess Flughafendirektor Jürg Rämi auf die Gruppe, überbrachte eine Grussbotschaft und entschwand alsbald wieder in den langen Gängen. Jürg Rämi ist in Liestal aufgewachsen, was sofort viele Fragen und Kommentare auslöste, Fritz Epple sei für seine Analyse gedankt. Es folgte ein etwas langes Prozedere zur Sicherheitskontrolle mit Abgabe von ID, Empfang eines Visitorklebers und Kontrolle an den Sicherheitsschleusen. Man kam sich vor wie es auf eine längere Reise ginge, diese führte uns dann aber nur zu einem Bus auf dem Vorfeld des EuroAirportes. Unter kundiger Leitung von Frau Gaskell machten wir eine Rundfahrt über den Flugplatz, angefangen von den Fingerdocks des Abflug- und Empfangsgebäudes, vorbei an den Hallen der verschiedenen Frachtfirmen für Expresspost, man sah die vielen Flugzeuge vor den Hallen der Jetaviation und der weiteren Dienstleister am Flugplatz. Auf der Nordseite fuhren wir vorbei an den Gebäuden der Flughafenfeuerwehr (in 3 Minuten im Einsatz), an der neuen Halle der REGA (in Basel sind 2 Helikopter stationiert), bestaunte die Kerosinlager und man konnte einen Blick auf den alten Holzhangar des ehemaligen Flughafen Blotzheim und die Flugschule Basel werfen.

Derzeit wird die nördliche Hauptpiste erneuert, damit ist die Pistenlänge verkürzt, die Flugzeuge landen näher gegen die Schweizergrenze und fliegen entsprechend ab, was in den Monaten Mai und Juni für Allschwil und die umliegenden Gemeinden zu einer Mehrbelastung durch Fluglärm führt.

Wir fuhren zurück und in den Obergeschossen des Hauptgebäudes präsentierte uns Frau Gaskell einige wichtige Kennzahlen zum EuroAirport:

-  Zweitgrösster Arbeitgeber der Region mit ca 6500 Beschäftigten

-  22 Fluggesellschaften bedienen den EuroAirport

-  ca 4 Mio Passagiere/Jahr

-  Abnahme der Flugbewegungen trotz mehr Fluggästen durch Einsatz grösserer Maschinen

-  leichter Rückgang der Passagierzahlen im Jahre 2010 in den Monaten April und Mai (der isländische Vulkan spukte Asche)

-  gegenüber 2010 deutlicher Anstieg der Passagierzahlen um ca 10 % (wirtschaftlicher Aufschwung, mehr Tourismus, keine Vulkanasche)

-  Top-Destinationen London sind mit über 400'000 Passagieren/Jahr, dann Paris, Berlin, Amsterdam und Palma de Mallorca

-  Hohes Frachtvolumen, wobei 2/3 auf der Strasse transportiert wird

Eine der grossen Herausforderungen ist der geplante Bahnanschluss des EuroAirport. Man hofft in den kommenden Monaten die Projektierung weiterführen zu können, es besteht ein Finanzierungsbedarf von etwa 170 Mio SFr, zugesichert sind derzeit etwa 60 Mio. Die Verhandlungen mit den drei Ländern, den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft und anderen Interessenten sind nicht ganz einfach, insbesondere da auch immer wieder einmal nach Wahlen andere Politiker und andere Parteien das Sagen haben.

 Nach einem kurzen Apéro – Jürg Rämi sei herzlich dafür gedankt – mit, was könnte es anderes sein, einem süffigen Elsässer Riesling, wurde an die Tische gebeten und die Diskussionen gingen bei einem feinen Nachtessen weiter.

Beschwingt fuhr die muntere Gesellschaft zurück und traf kurz nach 2300 Uhr wieder in Liestal ein.

 Philipp Studer sei nochmals herzlich für die perfekte Organisation gedankt, es war ein äusserst interessanter, aber auch vergnüglicher Ausflug zum EuroAirport.

 

Liestal, 13.05.2011           Bericht:  Hans Vogt        Fotoalbum:  Fotolabor Spiess AG

 

 

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Bericht von der Jahresversammlung 11.05.2011

Am 11.05.2011 führte die „Zunft zum Stab“ ihre traditionelle Jahresversammlung durch. Zunftmeister Rene Steinle konnte gegen 50 Zunftherren in der „Stadtmühle“ begrüssen. Im geschäftlichen Teil wurde Rückblick gehalten auf das abgelaufene Zunftjahr mit den vielen Aktivitäten der Zunft und einem grossen Engagement für Kultur und Brauchtum. Die Zünfter sind massgeblich beteiligt an Anlässen wie: Verteilung des Uffertwegge, am schon fast traditionellen Jubilarentreff im September, am Neuzuzügerempfang, im Dichter- und Stadtmuseum und am Geschehen im Tierpark Weihermätteli. Nicht zuletzt waren auch einige Zünfter am diesjährigen Sechseläuten in Zürich engagiert, der Kanton Basel-Landschaft war bekanntlicherweise Gastkanton.

Zwei Ausflüge führten die Zünfter im letzten Jahr einerseits ans KKL in Luzern, andererseits in den Liestaler Wald.

 In seinem Jahresrückblick gab es von Zunftmeister Rene Steinle besinnliche Gedanken über ein zunehmend verlorenes Zeitgefühl unserer Bevölkerung und die Entwicklung zu einer „Ellbogengesellschaft“. Vor 40 Jahren wurde das Frauenstimmrecht auf eidgenössischer Ebene eingeführt, aus heutiger Sicht fast undenkbar, dass es bis 1971 anders war. Auch dieser Meilenstein hat unsere Gesellschaft massgeblich verändert. Zum Bewährten ist Sorge zu tragen, hinterfragen wir die zum Teil in hektischem Tempo geplanten Neuerungen, bevor diese per Gesetz eingeführt werden.

 Nach 21 Jahren im Zunftrat wurde Emil Strübin aus dieser Funktion entlassen. Unter Verdankung seiner Verdienste für die „Zunft zum Stab“ wurde er zum Ehrenzunftherr ernannt. Neu in den Zunftrat gewählt wurde Flavio Ossola.

 Die Jahresprojekte wurden vorgestellt und erläutert, die Ideen fanden Zustimmung und nach Genehmigung der Jahresrechnung konnte der geschäftliche Teil abgeschlossen werden.

 Im zweiten Teil berichtete Zunftherr Jürg Wüthrich über die Entstehung des von ihm massgeblich verfassten Jubiläumsbuches des ATV Liestal. Im Rahmen des 100 jährigen Jubiläums wurde diese Festschrift herausgegeben. Jürg Wüthrich beleuchtete vor allem die Entstehungsgeschichte der Arbeiterturnbewegung. Ein äusserst interessanter geschichtlicher Rückblick liess uns mehr verstehen warum die Begeisterung fürs Turnen und andere ideelle Vorstellungen zur Gründung der Grütli Vereine führte. Erst später wurde eine Namensänderung durchgeführt, der Grütli-Verein war zu Beginn auch ein Bildungsverein. Der Landesstreik 1918 war sicher ein entscheidendes Ereignis in der Arbeiterbewegung, damals kamen ja Forderungen auf wie Frauenstimmrecht, Verkürzung der Arbeitszeit, Recht auf Pensionierung, vermehrte Rechte der Arbeiter, soziale Sicherheit, etc. Man wurde sich wieder einmal bewusst, was für Fortschritte unsere Gesellschaft gemacht hat, nicht zuletzt auch auf Druck aus der Arbeiterbewegung und durch Gedankengut aus den Grütlivereinen heraus.

Mit schönen Bildern zu den legendären Unterhaltungsabenden zwischen 1920 bis 1960 wurde das Referat abgerundet.

 

Liestal, 11.05.2011           Bericht:  Hans Vogt        Fotoalbum:  Fotolabor Spiess AG

 

 

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Begrüssung der Liestaler Neuzuzüger

Am Samstag, 16. Oktober 2010, war es wieder soweit. Die Zunft zum Stab und die Stadt haben die neuzugezogenen Einwohnerinnen und Einwohner zu einem vergnügten Nachmittag eingeladen. Damit die Eltern den Anlass ungezwungen geniessen konnte, wurde für die Kinder ein Kinderhort eingerichtet. Zum Empfang im Rathaus wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Zunftmitglied Edi Niederberger mit seinem Oergeli musikalisch begrüsst. Rund 70 Personen haben sich im Stadtsaal des Rathauses eingefunden, als Stadtpräsidentin Regula Gysin sowie Zunftmeister René Steinle die muntere Schar recht herzlich willkommen hiess. Das Erscheinen zeige die Verbundenheit zu Liestal. Die Stadträte Marion Schafroth und Peter Rohrbach stellten anschliessend kurz ihre Departemente vor. Zwei Zunftherren informierten anschliessend über die Stadtgeschichte und das Brauchtum. Die Liestaler seien stolz auf ihre Stadt, und die Pflege des Brauchtums zeuge von einem gesunden Lokalstolz, wurde betont. Brauchtum könne auch aktiv miterlebt werden.

Im Anschluss an die erwähnten Referate wurden die Anwesenden in Gruppen aufgeteilt. Vier Zunftherren gingen mit den ihnen anvertrauten Neuzuzügern auf Entdeckungsreise, um bekannte und unbekannte Winkel der Stadt zu erkunden. Die Führungen wurden mit einem Kurzreferat von Stadtrat Ruedi Riesen (unter den Bogen des alt ehrwürdigen Obertors) über die künftigen Planungsabsichten der Stadt aufgelockert.

Als Abschluss des Nachmittages wartete im Rathausgang ein tolles Apéro-Buffet (durch die Zunft zum Stab bereitgestellt) und bei einem Schluck „Liestaler Ehrenwein“ fanden vertiefte Diskussionen statt, wurden Fragen erörtert und auch Freundschaften geschlossen. Die Stadtpräsidentin erklärte in einem weiteren Referat die umfangreichen Aufgaben und Institutionen der Stadt, und im Anschluss daran führte sie eine grosse Zahl von Interessierten in den altehrwürdigen und geschichtsträchtigen Stadtratssaal.

Es zeigte sich auch in diesem Jahr, dass dieser Anlass sehr beliebt ist und eine willkommene Gelegenheit für Neuzugezogene bietet, sich mit den Liestaler Verhältnissen etwas vertrauter zu machen. Das neue Konzept der Neuzuzügerbegrüssung hat sich bestens bewährt.

 

                                                                       Für die Zunft zum Stab:
                                                                       Hanspeter Meyer, Ehrenzunftherr

  
 
 

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Bericht von der Waldführung am 18.09.2010

An einem wunderschönen Spätsommer Nachmittag trafen sich rund 25 Zünfter mit Partnerinnen am Fusse des Schleifenberges. Reto Sauter, Mitzünfter und langjähriger Oberförster der Stadt Liestal, führte uns gleich in den Wald und nach einem kurzen anstrengenden Aufstieg gab es die ersten Informationen. Liestal ist flächenmässig die grösste Gemeinde im Kanton Baselland und hat einen beträchtlichen Waldanteil, nämlich eine Fläche von 1024 ha, was aussergewöhnlich viel ist. Die Bewirtschaftung dieser Waldflächen erfolgt heute mit einem Team von etwa 12 Personen, noch vor 20 Jahren waren das gegen 20 Leute. Auch hier hat der maschinelle Einsatz viele Stellen gekostet. Im Liestaler Wald wachsen pro Jahr etwa 6000 m3 Holz nach, das auch geschlagen. Der Wald hat natürlich viele andere Funktionen, früher diente er vor allem als Brennholz Lieferant, heute steht im Vordergrund der Freizeitwert. Daneben hat der Wald auch eine Schutzaufgabe, dient dem CO2 Abbau und ist letztlich auch ein grosser Wasser Rückhaltespeicher.

Anschliessend ging es hoch auf den Schleifenberg, wo in einer zweiten Informationsrunde über die Zusammensetzung des Waldes informiert wurde. Der Liestaler Wald besteht zu 69 % aus Laubbäumen, Nadelbäume entsprechend 31%. Bei den Laubbäumen ist die Buche vorherrschend mit einem Anteil von 35 %, Eichen und Ahorn je etwa 4 %. Dazu eine Vielzahl von eher seltenen Baumsorten, sogar Robinien kommen im Liestaler Wald vor. Bei den Nadelhölzern dominieren Fichten mit 15%, Föhren mit 7 % und Lärchen mit 3 %. Im Weiteren hat es aber auch eher exotische Nadelbäume, unter anderem die schnell wachsende Douglas-Tanne, die aus Nordamerika eingewandert ist. Von den 6633 mm3 Erntemenge im Winter 2007/2008 wurden rund 2500 mm3 Hackschnitzel hergestellt, die in den diversen Heizanlagen von Liestal und Umgebung Verwendung fanden. Rund 2200 mm3 fielen an als Säge-Stammholz und 1500 mm3 als Industrieholz. Nur wenig wird zu Brennholz verarbeitet (350 mm3) und noch weniger zu Pfahl- und Stangenholz (83 mm3), dies alles in Eigenleistung auf der Forstverwaltung. Geld lässt sich leider damit nicht verdienen. Dem Ertrag steht ein doppelter Aufwand entgegen. Mit Zusatzleistungen der Forstverwaltung kann dieses Defizit etwas verringert werden. Deshalb braucht die Bürgergemeinde als Besitzerin des Waldes zusätzliche Einnahmequellen. Das geschieht heute hauptsächlich mit den Gebühren aus den Deponien und nächste Station war dann die Deponie Höli, die in diesem Sommer in Betrieb genommen wurde zur Ablagerung von Inertstoffen. 

Hinter der Bärenwaldhütte konnte man einen Blick in das Höli-Tal werfen, das mit grossem Aufwand entsprechend vorbereitet wurde. So musste ein Damm aufgeschüttet werden, der ganze Untergrund wurde drainiert und das Wasser wird in ein Auffangbecken abgeleitet. Ebenso musste die Strasse angepasst und ein Bachbett geschaffen werden, usw. Die Kosten für das grosse Projekt sind beträchtlich und gehen in die Millionenhöhe, jedoch sollte im Langzeitbetrieb für die Bürgergemeinde ein positives Resultat herausschauen. Beeindruckt gingen wir zurück zur Bärenwaldhütte, wo Franziska Sauter uns mit einer Maibowle (diese war auch im September noch gut) oder einem Cassis-Punsch empfing. Frisch gestärkt macht man sich auf zur nächsten Etappe, diese ging Richtung Aussichtsturm und auf die Spitze der nun versiegelten Deponie Lindenstock. Für viele war das eine Premiere und  der Rundblick vom höchsten Punkt ist mindestens so schön wie vom Aussichtsturm. Reto Sauter informierte uns noch über die Geschichte des Lindenstockes, der in der Zeit von 1948 bis 1994 als Deponie diente, in der Folge versiegelt wurde, eine Endabdeckung erhielt und in den letzten Jahren wieder aufgeforstet wurde. Heute sei dies ein Naturparadies par excellence und werde von vielen Stellen als Vorzeigemodell beschrieben. Wir wanderten weiter zum Aussichtsturm, wo uns die Turmequipe bereits erwartete. Bei einem feinen Nachtessen und gutem Wein wurde die Stimmung immer noch besser und die Zeit verging im Fluge. Nach 22.00 Uhr nahmen die noch immer nicht Müden den Rückmarsch unter die Füsse, für alle Anderen wurde ein Bustransfer organisiert. 

An dieser Stelle sei Reto Sauter und seiner Frau Franziska und Sohn Tobias herzlichst gedankt für die interessanten Ausführungen, die Begleitung und die ganze Organisation des Nachmittags. Vielen Dank auch für den Apéro und die Glarnerpasteten, die man am Schluss noch als „Bhaltis“ mitnehmen durfte. Wir bedauern natürlich den Weggang von Reto Sauter nach 22 Jahren Leitung der Forstverwaltung. Unsere besten Wünsche begleiten ihn für seine zukünftige Tätigkeit nach Bern im Rahmen der kantonalen Forstverwaltung. 

Ein letztes Dankeschön an den Gastgeber für die interessanten Broschüren zur Deponie Lindenstock, zur Deponie Höli und zu den Kennzahlen der Forstbetriebe Liestal.

 

 

 Liestal, 18.09.2010           Bericht:  Hans Vogt             Fotoalbum:  Hans Vogt

 
 

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Zunftreise
12. Juni 2010 nach Luzern

Frühmorgens startete eine stattliche Zahl von Zunftherren mit ihren Ehegattinnen frohgemut per Bus Richtung Innerschweiz. Bei eher trübem, aber meist trockenem und warmem Wetter gelangten wir sicher nach Vogelsang über dem Sempachersee. Dort gab es im Restaurant „Vogelsang“ einen Kaffeehalt, nach dem auch die letzten Unausgeschlafenen richtig wach wurden.

Die Innerschweizer Alpen lagen dicht in Wolken verhangen und nicht einmal den Luzerner Hausberg, den Pilatus konnte man sehen.

Weiter ging es nach Luzern direkt vor das KKL, wo uns Herr Bischof, ein kompetenter Führer empfing. Während dem Warten konnte man schon die imposanten Dimensionen des KKL bestaunen, allen machte das stark auskrängende Dach Eindruck, das frei zwischen 30-45 m über den Wagenbachplatz reicht.

 Eloquent führte uns Herr Bischof durch die Räumlichkeiten, das KKL besteht aus drei Gebäuden unter einem Dach, einerseits dem Luzernersaal für Veranstaltungen jeglicher Art, einem Kunsthaus und dem weltbekannten Konzertsaal. Der Bau des französischen Stararchitekten Jean Nouvel besticht durch seine Eleganz, durch die Verbindung von See, Landschaft, Gebäude und Funktionalität. Auch die Auswahl der Materialien ist absolut perfekt. Da ist kostbarer Marmor verarbeitet, Ahornholz, Farben und Stoffe, alles hat seine Funktion und scheint zu stimmen. Beeindruckend war der Besuch im grossen Konzertsaal, der durch seine hervorragende Akustik besticht. Der Raum ist in einer Art Doppelschalen-Mauerwerk gebaut und garantiert absolute Stille, kein Geräusch von aussen dringt in den mächtigern Saal. Das Parkettniveau befindet sich einige Meter unter dem Seespiegel und auch die eindrücklichen Echoräume zwischen den Schalen mit ihrer ausgeklügelten Technik liessen alle Teilnehmer staunen.

Nach diesem Besuch ging es weiter auf den Vierwaldstättersee. Auf dem Motorschiff „Waldstätter“ genossen wir ein gutes Mittagessen während einer Fahrt nach Küssnacht. Bei bester Stimmung, einem feinen Tropfen und Ausblick auf die herrliche Landschaft an den Seeufern verging die Zeit im Fluge und schon waren wir wieder zurück in Luzern.

 Zu Fuss ging es durch die Altstadt Richtung Nölliturm, dem Stammlokal der „Safranzunft“. Dort empfing uns der aktuelle Zunftmeister und „Fritschi-Vater“ Gregor Schwegler  und sein Säckelmeister Max Rüegg. Zuerst wurde uns die imposante Sammlung des Zunftschatzes präsentiert im ersten Obergeschoss. Dann ging es auf einer Wendeltreppe in den nächsten Stock, wo eine stattliche Hellebartensammlung zu sehen war. Dort erklärte uns Max Rüegg auch die traditionellen Abläufe in der Safranzunft und das Prozedere zur jährlichen Wahl des „Fritschi-Vaters“. Eindrücklich war die Wappensammlung der Familiennamen der jeweiligen Zunftmeister, die jedes Jahr um ein neues Wappen ergänzt werden muss. Im dritten Stock konnten wir viel über die Fasnachtsbräuche in Luzern erfahren. Die Safranzunft spielt hier mit ihrem „Fritschi-Vater“ eine entscheidende Rolle.

Zum Abschluss noch eine Treppe höher in den vierten Stock wo uns in einer wundervollen Zunftstube ein herrliches Dessert erwartete. Rene Glatt sei dafür ganz herzlich gedankt. Zunftmeister Gregor Schwegler wandte sich auch nochmals an uns und bedankte sich für den Besuch. Der Stubenmeister und seine Gehilfin kredenzten Wein und andere Tranksame, die Stimmung war entsprechend gut.

 Schliesslich verdankten Rene Glatt, der die ganze Reise organisierte, sowie Zunftmeister René Steinle die Einladung bei der Zunft zu Safran und luden die beiden Luzerner Safran-Zünfter Schwegler und Rüegg zu unserem Zunftessen im November 2011 ein.

Zum Schluss wieder mit Schwung die Wendeltreppen runter, problemlose Rückfahrt nach Liestal, wo eine Gruppe der Teilnehmer sich ins Restaurant Gitterli begab für einen nächsten Apéro und zum Nachtessen, die anderen fuhren zum Bahnhof zurück und ein vergnügter Ausflug ging zu Ende.

Liestal, 12.06.2010           Bericht: Hans Vogt             Fotoalbum  Philippe Studer

 

 

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