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Satzungen / Leitbild
Seit der Gründung der Zunft zu Wein-
und Herbergsleuten Aesch anno 1976 wurde dem Grundgedanken,
welcher in den Satzungen unter "Zweck und Ziel" festgehalten
ist, eifrig nachgelebt. Bei den Aktivitäten konnte viel
Interessantes erlebt, Wissenswertes aufgenommen und Schönes
gesehen werden: zudem gaben sie auch die Möglichkeit,
wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Nachfolgende Ausführungen sollen die
richtungs- weisenden Bestrebungen zusammenfassend auf- zeigen
und so eine Art erweitertes "Leitbild" geben.
Die Zunft bildet eine Körperschaft
von gleichgesinnten Brüdern, die das überlieferte Gedankengut
und das Brauchtum schadlos und empfehlenderweise bereichern
und an die Nachkommen weitergeben, ebenso die Förderung und
Erhaltung der Kultur in unserer Dorfgemeinschaft anstreben und
unterstützen.
In diesem Sinne kann der
Gedanken-Austausch und der zu leistende Einsatz zur
Realisierung dieser Ideen unter gegenseitiger Mithilfe in den
Zunft-Reihen gepflegt werden. Durch echte Zusammenarbeit wird
sich die Freundschaft vertiefen und veredeln. Bei Anlässen und
auf Reisen, bei Begegnungen auf der Strasse und am Stammtisch
bietet sich ideale Gelegenheit, dies zu verwirklichen.
Als Devise gilt immer - eine
lebendige und aktive Zunft zu sein. Mit alljährlichen Besuchen
von Museen und Ausflügen an historische Stätten u.a.m. wird
der Gedanke zum Erhalten des Überlieferten bestärkt.
Es ist wünschenswert, alle Jahre
besondere Aktivitäten zu entwickeln, die den Zunftsäckel
bereichern. Solche Aktionen sollen vom Rat vorbereitet und von
allen Zunftbrüdern unterstützt werden.
Der von der Zunft erworbene Rebberg
bietet sich zum Mitarbeiten an. Die Beschäftigung in freier
Natur soll von Allen, nach Absprache mit dem Rebchef, voll
ausgenutzt werden, zum Wohle der Gesundheit und zum Gedeihen
der Kameradschaft.
Die Zusammensetzung der Zunft soll
möglichst vielschichtig sein und somit - Handwerker,
Kaufleute, freie Berufe, Selbständig-erwerbende, Angestellte,
Vorgesetzte, Politiker zu einer Einheit zusammenschliessen.
Uneinigkeiten sollten unter den Zunftbrüdern direkt bereinigt
werden, indem sie sich aufsuchen, aussprechen und so
allfällige Schwierigkeiten mit Toleranz beseitigen.
Zum Fortbestehen der Zunft muss die
Werbung von neuen Brüdern mit Mass und Geschick betrieben
werden. Es wird immer wünschenswert sein, unsere Bestrebungen
jüngeren Männern beliebt zu machen. Sie bedürfen der
Fähigkeit, sich bei uns voll und ganz einzureihen mit dem
Willen, unsere Ideale zu verwirklichen.
Diese kurzen Darlegungen müssen den
Grund- stock bilden für unser gemeinsames Denken und Handeln
sowie für eine erspriessliche Zusammenarbeit im Kreise der
Zunft zu Wein- und Herbergsleuten.
Der Zunftrat
19. März 1983

Satzungen
der Zunft zu Wein- und Herbergsleuten
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