Organisator des diesjährigen Ratsherrentreffens - die Magdalenen–Zunft Dornach.

GEIST - KULTUR - GEBET - FRUTTA

 

Samstag 22. Oktober 2011 in Dornach

 

Dieses Jahr hatte die Magdalenen-Zunft Dornach die Ehre und das Vergnügen, das Treffen der Ratsherren der Talzünfte organisieren zu dürfen.
Zum ersten Mal wurden zu diesem traditionellen Anlass auch zwei Basler Ehrenzünfte eingeladen; es waren die die E.E. Zunft zu Gartnern und die E.E. Zunft zum Goldenen Stern.

Um 15 Uhr besammelten sich die Zunftmitglieder beim Bahnhof Dornach-Arlesheim und marschierten dann, angeführt von Benedikt Hugi und seinen Knappen, zum „Roten Platz“ (Nepomukplatz), wo Zunftmeister Hans Zeltner eine prägnante Begrüssungsrede hielt.
Darauf folgte im Garten des Restaurants Hacienda San Pedro ein von Altmeister Stephan Rumpel offerierter Apéro Riche.


 

1500 Treffpunkt Bahnhof Dornach-Arlesheim

 

Verschiebung zum Roten Platz

 

Begrüssung durch den Zunftmeister


Hochgeachtete Herren Altmeister,
Hochgeachteter Herr Vorsitzender Meister
Hochgeachteter Herr Mitmeister

Sehr geachtete Herren Statthalter,
sehr verehrte Zunfträte und Ehrenritter

Geachtete Herren Zunftbrüder

Einen speziellen willkommen Gruss unseren
Basler Zünften

Zunft zu Gartnern
Zunft zum Goldenen Stern

Mit zünftigen Grüssen heisse ich euch alle herzlich Willkommen in Dornach zum diesjährigen Ratsherrentreffen welches im Turnus von einer der Talzünfte organisiert wird.


Über Dornach weiss man viel, aber man kann nie alles wissen !

Dornach ist der Hauptort des Bezirks Dorneck und bekannt unter anderem durch die Anthroposophischen Bewegung.
Das Dorf wird 1223 erstmals urkundlich als Tornach (mit lateinischer
Ablativendung -o) erwähnt: Johannes de Tornacho, d.h. '[Leutpriester] Johannes von Dornach'. Der Name bedeutet beim Landgut des Turnus.
Gesichert ist die Erwähnung von 1284 im Zinsbuch des Klosters St. Alban aus Basel. Zwischen 1083 (Gründung des St. Alban-Klosters) und 1284 muss das Kloster seinen Besitz in Dornach erworben haben. Demnach könnte für das 12. Jahrhundert eine Siedlungstätigkeit in Dornach angenommen werden.

Das Wappen von Dornach zeigt zwei abgekehrte Angeln und ist gleichzeitig das Wappen der Efringer.
Sie sind Besitzer des Schlosses Dorneck von 1394 bis 1485 gewesen.

Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 5,7 km2 wovon 2,7 km2 Wald sind.

Der höchste Punkt der Gemeinde liegt bei 687 und der tiefste bei 291 m über Meer hier bei der Birsbrücke.
Eine Freude ist es, dass wir auch den Brüggli König Stephan Rumpel unser Altmeister willkommen heissen dürfen.

Nepomukbrücke.
Dornachbrugg verdankt seinen Namen dem Bau der Brücke über die Birs. Während Jahrhunderten befand sich hier die einzige Flussüberquerung zwischen Angenstein und Münchenstein.

Bereits auf dem grossen Schlachtholzschnitt (um 1500) ist eine Brücke zu sehen, die dann während der Schlacht zerstört wurde. Solothurn liess den wichtigen Flussübergang sofort wieder erstellen.
1501 baute Hans Gibelin ein steinernes Joch, samt einem rundbogigen Brückentor und einem zweistöckigen Turm mit Zeltdach und - nicht zu übersehen - dem solothurnischen Hoheitszeichen.

Der Oberbau bestand bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts aus Holz. 1612/13 wurde die baufällige, gedeckte Holzbrücke durch eine steinerne mit drei Bogen ersetzt.
1735 erlaubte der Rat von Solothurn dem Arlesheimer Domkaplan Kehl die Aufstellung des Brückenheiligen Nepomuk an der Stelle, wo ehemals ein schlichtes Kreuz gestanden hatte.

Der Birsbrücken-Einsturz von 1813
Ungewohnt kühle und regnerische Witterung prägten Frühling und Frühsommer des Jahres 1813. Dichte, ununterbrochene Regengüsse vom 10. bis 13. Juli liessen die Birs von Aesch bis Münchenstein über die Ufer treten und das Gebiet in einen schmutzigen See verwandeln. Angeschwemmte Baumstämme, Balken und Sträucher verursachten bei der Brücke eine Sperrung.

Man liess Wohnung und Scheune des neben der Brücke liegenden Gebäudes räumen. Unterdessen hatten sich viele Schaulustige auf der Brücke eingefunden, die den Arbeiten und dem Schauspiel des wilden Wassers zusahen.
Um zwei Uhr nachmittags sank plötzlich die Brücke ein und riss 48 Menschen in die Fluten, 37 fanden den Tod.
Unversehrt überstanden hat das Unglück der Brückenheilige Nepomuk, der auf dem westlichen Joch stand, bis er dann 1939 durch eine Kopie ersetzt wurde und später ins Heimatmuseum kam. Auf der Brücke steht an seiner Stelle eine Nepomuk-Kopie des Solothurner Bildhauers Jean Hutter.
Erst 10 Jahre später wurde die Brücke durch eine neue, nur noch aus zwei Bogen bestehende, ersetzt. Die Form von 1823 ist bis heute unverändert geblieben.


Die neue Birsbrücke
Schon 1937 hatten die zuständigen Behörden von Dornach darauf aufmerksam gemacht, dass die Nepomukbrücke dem grossen Verkehr nicht mehr genügen könne. Aber es sollten noch 20 Jahre vergehen, bis Abhilfe geschaffen wurde. Gegen eine neue Brücke an Stelle der alten wehrte sich der Heimatschutz - gegen eine Umfahrung protestierten Handel und Gewerbe in Dornachbrugg.


Bei der Einweihung der neuen Brücke am 27. Oktober 1957 stellte Otto Stich, damals „Ammann, " alt Bundesrat und ein zünftiger der Magdalenenzunft mit Genugtuung fest, dass in der Zwischenzeit das Projekt gereift und ein Werk entstanden ist, das sicher allen Anforderungen und Wünschen gerecht wird".
E. Schubiger, der Projektverfasser, wählte eine schräg über die Birs verlaufende Linienführung für die neun Meter breite Fahrbahn. Die trapezförmige Betonabstützung wirkt elegant und unterstreicht die Kontrastwirkung zur historischen Nepomukbrücke, die seither den Fussgängern vorbehalten ist.



Dornach heute :

Ende 2010 hatte Dornach 6'356 Einwohner innerhalb von 10 Jahre einen Zuwachs von 473 Personen bedingt auf die Situation von Einfamilienhäusern.

Der Bahnhof Dornach wurde im Frühjahr nach 40 Jahre Projektarbeit eingeweiht und bildet die Drehscheibe für ein Einzuggebiet von 45'000 Personen. Pro Jahr hat es 1.7 Einsteiger. Gekostet hat es rund 32. Mio. Neben Liestal der 2. wichtigste Ort verkehrstechnisch.
Die Swissmetall hatte in den 60 Jahren rund 1'200 Angestellte und heute noch knapp 160 MA.

Die Finanzlage von Dornach ist sehr gut. Letztes Jahr verzeichneten wir bei einem Aufwand von 37 Mio. einen Überschuss von 580'000.—

Bei Eidg, Wahlen liegt die Stimmbeteiligung bei rund 50 %. Die Eidg. Wahlen, und ich gehe davon aus, dass sie auch gewählt haben und sonst können sie das morgen früh auf dem Heimweg noch machen. Die Wahlen bilden immer ein Phänomen: es haben immer alle gewonnen und es gibt nie Verlierer.

Auf all das sollten wir nach der Geistigen Nahrung zur flüssigen Nahrung übergehen. Der Brügglikönig unser Altmeister hat am letzten Ratsherentreffen eine Urkunde unterschrieben, dass heute keiner Durstleiden muss. Ich freue mich euch alle im Namen von Stephan Rumpel zum Umdrunk einzuladen.

Uns allen wünsche ich einen schönen und geselligen Tag in Dornach und die Magdalenzunft freut sich dass ihr heute in Dornach seid.


Hans Zeltner
Zunftmeister

 

 

Willkommenstrunk im Garten des San Pedro

 

 

 

 

 

Nachdem sich die Zünftler gestärkt hatten, brachen wir in vier Gruppen auf, um einige für Dornach zentrale Orte zu besichtigen: Das Kloster Dornach, das Goetheanum, die Firma Iseppi Frutta sowie die Brennerei Zeltner.

Alle Besichtigungen waren sehr interessant und auch dort gab es jeweils eine kleine Stärkung.

Im Anschluss an diese Besichtigungen wurden die Gruppen mit einem Bus zum Schiessstand Ramstel transportiert, wo um 17 Uhr ein Kleinkaliber-Wettschiessen stattfand. Parallel dazu hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich an einem von der Bürgergemeinde Dornach gesponserten Apéro von den Strapazen zu erholen.


 

 

 

es folgen Bilder aus der Gruppe "FRUTTA"


 

angekommen bei ISEPPI   www.iseppi.ch

 

17.00 Verschiebung zum "sportlichen Anlass"

 

 

 

Um 18.30 Uhr schliesslich verschob sich die zünftige Schar zum „Hans-Grill“, wo sie ein Nachtessen in argentinischem Ambiente geniessen konnte. Der Café avec zum Schluss wurde offeriert von der Einwohnergemeinde Dornach.
Selbstverständlich liess es sich der Meister der E.E. Zunft zum Goldenen Stern, Raoul Furlano, nicht nehmen, eine amüsante und mit vielen Bonmots gespickte Dankesrede zu halten.
Nach den Rückmeldungen zu schliessen, haben die Teilnehmer diesen zünftigen Tag genossen und freuen sich schon auf die nächstjährige Austragung.


Verschiebung zum Nachtessen

 

 

 

 


wer hat am besten getroffen?

Zum Schluss noch die Rangliste der Preisgewinner im Kleinkaliber-Schiessen:

1. Rang: Beat Müller, E.E. Zunft zu Gartnern Basel 48 Punkte
Paul Meier, Zunft zu Rebmessern Reinach 48 Punkte
3. Rang: Toni Pfluger, Säulizunft Arlesheim 47 Punkte

Einen Trostpreis erhielt Otto Stalder, Säulizunft Arlesheim.


Die Teilnehmer der veranstaltenden Magdalenen-Zunft wiesen zwar ebenfalls je einen Schützen mit 48,
respektive 47 Punkten auf, verzichteten aber auf eine Rangierung, nahmen also „ausser Konkurrenz“ teil.
 

 

Dankesrede der beiden Gast-Meister

 

Für die Magdalenen-Zunft Dornach:
Bernhard Meister
Statthalter / Schreiber
 

www.talzunft.ch